Liebes Tagebuch, ich setze mich heute sehenden Auges dem Vorwurf aus, mich an der allgemeinen Konsumschlacht zu beteiligen, anstatt mich zu besinnen und z.B. etwas dazu zu schreiben, worum es an Weihnachten eigentlich geht. Ich habe mich nämlich wieder einmal mit einem Bausatz beschenkt und beschäftigt, den man – wie praktisch das gesamte Sortiment des dänischen Herstellers? – gut und gerne als überteuert bezeichnen könnte. Und schlimmer noch: Zugeschlagen hatte ich im Rahmen der diesjährigen «Black Friday»-Aktion, als das Set rabattiert war und zudem doppelte «Insiders»-Punkte lockten.

Da steht es nun, und es sieht nicht nur besser aus, als es mein in jeder Hinsicht bescheidenes Foto erahnen lässt, sondern war auch wirklich toll zu bauen. Ich muss dazu keine überflüssigen Worte verlieren – das Internet hält genügend Reviews bereit von Menschen, die ohnehin mehr vom Fach verstehen als ich.1 Allerdings möchte ich ausdrücklich den Hut ziehen vor der Ingenieurskunst, die der zuständige Designer da nach meinem Empfinden an den Tag gelegt hat. Je länger ich das Fahrwerk ein- und ausfahre, desto mehr komme ich mir mit meinen eigenen Kreationen wie ein blutiger Anfänger vor.

Und ausnahmsweise wurde ich beim Bau auch nicht überschwemmt mit Ersatzteilen, die die Welt nicht braucht. Einziger Wermutstropfen für mich: Einmal mehr sind mir mehrere Teile begegnet, von denen ich zuvor nicht einmal wusste, dass es sie gibt – da denke ich mir dann jeweils (natürlich zu Unrecht): Naja, so könnte ich es auch…


Um wenigstens einen Diskussionspunkt aus verschiedenen Reviews noch aufzunehmen: Mir gefällt es, dass die Oberflächen nicht komplett glatt, sondern da und dort noch «Töggel» sichtbar sind. Wer damit ein Problem hat, wechselt vielleicht besser zu Playmobil. Und das ist alles, was ich dazu zu sagen habe.
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- Siehe z.B. Zusammengebaut, Rebrickable oder RacingBrick. ↩︎

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